MUTTERTAGSAUSFLUG 5. MAI 2015 NACH ST. THOMAS AM BLASENSTEIN
Das weibliche Geschlecht spielt gerne mit Puppen. Dieses herkömmliche Klischee wollten die Reichenauer eigentlich bedienen, als sie das Puppenmuseum in St. Thomas am Blasenstein als Ziel ihrer diesjährigen Muttertagsfahrt wählten. Diesem Vorurteil zum Trotz meldeten sich aber auch einige Männer zur Fahrt am 5. Mai 2015 an und sie zeigten sich von den Exponaten ebenso begeistert wie die Frauen. In einem ehemaligen Schulgebäude sahen sie auf 450 m2 eine ausgesprochen sorgfältig arrangierte Ausstellung, über 2.000 Puppen aller Arten und Größen, dazu liebevoll eingerichtete Puppenstuben und Spielsachen, vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert, alles Dinge, die über die Einrichtung und Mode aus längst vergangener Zeit Aufschluss gaben. Die Gründerin dieses reizenden Museums, eine erst 44jährige Frau Lehner, die selbst Mutter von 6 Kindern ist und mit ihrer Familie in der Schweiz lebt und eine weitere sympathische, sehr eloquente Frau führten die Reichenauer in zwei Gruppen durch die Räume. Viele Anekdoten über die Herkunft der Spielsachen wurden erzählt und das zusammen ergab einen einmal ganz anderen Einblick in die europäische Kulturgeschichte. Detailgetreu sah man, wie die Menschen vor 100 oder 150 Jahren lebten und wie damals ihre Infrastruktur aussah – alles in allem ein Erlebnis, das nicht nur einen ästhetisch sehr ansprechenden Eindruck machte, sondern einen auch das Leben in den Familien dazumal besser verstehen ließ.
Nach dem herzerfrischenden Museumsbesuch führte die Fahrt an diesem außerordentlich schönen Maitag durch die blühende Landschaft nach Rechberg zum „Goscherten Wirt“ namens Haunschmied. Dieser hat mittlerweile die schmucke Gastwirtschaft an seine nicht minder schlagfertige Tochter übergeben, in der Küche aber steht immer noch seine Gattin, die es versteht, überaus schmackhafte Gerichte zuzubereiten. Die sommerlichen Temperaturen luden einen Teil der Reichenauer ein, sich im Gastgarten zu platzieren, damit hatte es das Musikantenehepaar nicht leicht, die Gäste abwechselnd „indoor“ und „outdoor“ mit schmissigen Melodien und zahlreichen Witzen zu bedienen. Sie schafften das aber hervorragend und so klang der Tag recht unterhaltsam, gemütlich und entspannend aus